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Diederichs0072
Im Rahmen einer „Einweihungsfeier" am 29. Februar 2008 enthüllte Bezirksvorsteher Arnold Fessen (Bezirksvertretung Rechtsruhr-Süd), auf dem Foto 2. von rechts, im Beisein zahlreicher neuer Anwohner das Straßenschild der „Wilhelm-Diederichs-Straße" im Neubaugebiet in Mülheim-Nord, zwischen Kreuz- und Kuhlenstraße. Er erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Persönlichkeit und „Mitgestalter des Wiederaufbaus", des ersten gewählten Nachkriegs-Oberbürgermeisters Wilhelm Diederichs (CDU). Diederichs war von Mai 1946 bis Oktober 1948 Stadtoberhaupt Mülheims, bis 1964 CDU-Stadtverordneter, bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 Kreisparteivorsitzender der Zentrumspartei und nach 1945 CDU-Kreisvorsitzender.

Titelblatt

Über 60 Jahre CDU-Fraktion
Mülheim an der Ruhr

Hier können Sie das Faltblatt
"Über 60 Jahre CDU-Fraktion Mülheim an der Ruhr" 
abrufen.

 

 


 

Diederichs
Wilhelm Diederichs

I. Oberbürgermeister

Diederichs, Wilhelm
geb. 28. April 1896 in Mülheim an der Ruhr
gest. 8. April 1974 in Mülheim an der Ruhr
Kaufmann, kath.

1945 - 1964 Stadtverordneter
1946 - 1948 Oberbürgermeister
1952 - 1956 Bürgermeister

bis 1933 Kreisvorsitzender des Zentrums
1945 - 1960 CDU-Kreisparteivorsitzender
1960 ff. CDU-Ehrenkreisvorsitzender

Langj. Mitglied in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer, des Kirchenvorstandes St. Marien und des Kuratoriums Kath. Krankenhaus


II. „Frauen und Männer der ersten Stunde":
CDU-Stadtverordnete in der 1. Ratsperiode
1946 -1948
11.20 Nr-7a
Konstituierende Sitzung des Mülheimer Rates am 04. November 1946:

Rechter Tisch CDU-Fraktion mit den Stadtverordneten: Doetsch, Maßhoff, Rühl, Liewendahl, Frau Rodenbüsch, Lenzen, Stump, Schotten, Feldkamp, Schikorra, Pieper, Heimann, Jansen, Becker, Fischer, von der Brüggen, Frau Riebartsch, Bachmann, Glenewinkel, Kölges.
Am Tisch vor Kopf: OB Diederichs, Robertson, Korte
(Quelle: Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr)


 Max Koelgesweb2

Hier kann die erste Rede des CDU-Fraktionsvorsitzenden Max Kölges bei der konstituierenden Sitzung des Rates der Stadt am 04. November 1946 heruntergeladen werden.

Von Herrn Thomas Emons wurde uns dankenswerterweise dieser Artikel aus der Ausgabe der Neuen Ruhr Zeitung vom  05. Januar 2013 zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

Rückblick: Was uns der Handwerksmeister und Kommunalpolitiker Max Kölges auch 40 Jahre nach seinem Tod noch zu sagen hat

Dass heute neben einer Straße in der Stadtmitte auch eine Handwerkerschule in Eppinghofen seinen Namen trägt, hätte Max Kölges sicher gefallen. Denn die berufliche Nachwuchsförderung lag dem Kreishandwerksmeister und Bürgermeister Max Kölges immer am Herzen. Vor 40 Jahren - am 5. Januar 1973 - starb der neunfache Familienvater, den seine Wahlheimat 1962 zum Ehrenbürger ernannte.

Damals schrieb die NRZ in einem Nachruf auf den Christdemokraten, der sich nicht nur um den Wiederaufbau nach dem Krieg verdient gemacht hatte: „Dem Wohl des Volkes, der Stadt und den Mülheimer Bürgern zu dienen, das war das Ziel des Mannes, der über sechs Jahrzehnte im Dienst des öffentlichen Lebens stand. Angesichts seines hohen Alters, seinem Erfolg im Beruf, in öffentlichen Ämtern und Aufgaben, kann bei ihm wahrhaft von einem erfüllten Leben gesprochen werden.“

Was auch heute noch in der Rückschau auf seine 92 Lebensjahre beeindrucken und ermutigen kann, ist sein Wille und sein Geschick, auch aus den schwierigsten Lebenslagen das Beste zu machen.

1880 als Kaufmannssohn im Kreis Kempen geboren, musste Kölges schon früh den Tod seines Vaters verkraften. Die Mutter war alleinerziehend und ihr Sohn konnte wie die meisten seiner Altersgenossen in der Klassengesellschaft des Kaiserreiches nur die Volksschule besuchen. Doch Kölges, der 1899 nach Mülheim kam, sollte nach seinen Lehr- und Gesellenjahren als selbstständiger Friseurmeister erfahren, das Handwerk goldenen Boden haben kann.

Doch der Handwerksmeister und Familienvater, der nach dem Tod seiner ersten Frau Theresa Boomes (1913) mit Hulda Richter eine zweite Liebe fürs Leben fand, wollte mehr als nur geschäftlichen Erfolg erreichen. Ab 1904 engagierte er sich im Mülheimer Innungsausschuss, dem Vorläufer der heutigen Kreishandwerkerschaft. Als Kreishandwerksmeister und Obermeister der Friseurinnung setzte er zahlreiche sozialpolitische Akzente.

Neben seinem Beruf engagierte sich Kölges ehrenamtlich für die Interessen seiner Kollegen. Er leitete eine Krankenkasse für selbstständige Handwerksmeister, baute eine Einkaufsgenossenschaft für Friseure auf und initiierte die Einrichtung eines Erholungsheimes für Handwerker sowie den Bau des Innungshauses an der Zunftmeisterstraße.

Politisch gehörte der Katholik Kölges ab 1907 zur Zentrumspartei. Für sie zog er während der Weimarer Republik in den Stadtrat und in den preußischen Landtag ein. Dort machte er sich einen Namen als Finanzpolitiker. Doch nach der Machtübernahme durch die Nazis 1933 verlor Kölges nicht nur seine politische, sondern auch seine berufliche Existenz und musste zwischenzeitlich als Grundstücksmakler arbeiten.

Doch nach 1945 gelang dem Friseurmeister Kölges als Kreishandwerksmeister, als Stadtrat und Landtagsabgeordneter sowie als Bürgermeister und Vizepräsident der Handwerkskammer ein erstaunliches Comeback in Beruf und Politik, ehe er sich 1969 aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Kurz vor seinem Tod wohnte er noch dem Richtfest des City-Centers bei.


1. Bachmann, Georg
geb. 04.01.1891; gest. 13.11.1948;
Schriftsteller;
1946 - 1948 Stadtverordneter

2. Becker, Hermann
geb. 25.02.1893; gest. 13.05.1960;
Landwirt;
1946 - 1952 Stadtverordneter

3. Börger, Wilhelm
geb. 17.05.1907, gest. 02.01.1996;
Kaufm. Angestellter;
1946 - 1948 Stadtverordneter

4. Brüggen, Heinrich von der
geb. 13.10.1878; gest. 03.03.1972;
Werkmeister;
1946 - 1948 Stadtverordneter

5. Diederichs, Wilhelm
geb. 28.04.1896; gest. 08.04.1974;
Kaufmann;
1945 - 1964 Stadtverordneter

6. Doetsch, Johannes
geb. 26.02.1888; gest. 13.08.1960;
Verleger und Chefredakteur;
1946 - 1948 Stadtverordneter

7. Feldkamp, Werner
geb. 07.02.1921; gest. 11.08.2010;
Handlungsgehilfe
1946 - 1948 Stadtverordneter

8. Fischer, Friedrich
geb. 16.10.1886 in Kamen/Westf.;
gest. 23.07.1966
Oberingenieur; 1946 - 1956 Stadtverordneter
1948 - 1956 CDU-Fraktionsvorsitzender

Langj. Vorsitzender der CDU-Menden/Holthausen

9. Glenewinkel, Werner
geb. 16.10.1917; gest. 05.04.1996;
Textilkaufmann;
1946 - 1948 Stadtverordneter

10. Heimann, Gerhard
geb. 24.09.1898; gest. 08.02.1989;
Kalkulator;
1946 - 1948 Stadtverordneter

11. Jansen, Georg
geb. 28.08.1921; gest. 02.07.1984;
Maschinenschlosser;
1946 - 1948 und 1952 - 1968 Stadtverordneter
Langj. Vorsitzender der CDA Mülheim an der Ruhr
1968 ff. CDU-Kreisgeschäftsführer in Bottrop
Stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Kath.
Kirchengemeinde Mülheim

12. Kölges, Max
geb. 29.10.1880 in Dülken/Kr. Kempen;
gest. 05.01.1973 in Mülheim an der Ruhr;
Friseurmeister; Kreishandwerksmeister;

1921 - 1933 Mitglied des Preuß. Landtages (Zentrum)
1945 - 1947 Mitglied des Provinzialrates Nordrhein bzw. des
Landtages NRW (ernannt)
1919 - 1933 und
1945 - 1952 Stadtverordneter
1946 - 1948 CDU-Fraktionsvorsitzender
1948 - 1952 Bürgermeister
1962 ff. Ehrenbürger der Stadt Mülheim an der Ruhr

1905 - 1931 Obermeister der Friseur-Innung
1945 - 1969 Kreishandswerksmeister
1954 - 1966 Vizepräsident der Handwerkskammer
Düsseldorf

Langj. Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes
Innungskrankenkassen
Nordrhein und Rheinland-Pfalz, Mitglied des
Bundesvorstandes

13. Lenzen, Josef
geb. 11.01.1919; gest. 30.01.1977;
Betriebsangestellter;
1946 - 1948 Stadtverordneter

14. Liewendahl, Alfred
geb. 24.09.1880; gest. 05.11.1951;
Werkmeister;
1946 - 1948 Stadtverordneter

15. Maßhoff, Wilhelm
geb. 20.07.1898; gest. 01.09.1992;
Schlosser;
1946 - 1948 Stadtverordneter

16. Pieper, Johannes
geb. 23.05.1872; gest. 27.05.1958;
CVJM-Sekretär;
1946 - 1948 Stadtverordneter

17. Riebartsch, Maria
geb. 01.05.1889; gest. 17.05.1967;
Hausfrau;
1929 - 1933 Stadtverordnete (Zentrum)
1946 - 1948 Stadtverordnete

18. Rodenbüsch, Anna-Maria
geb. 24.11.1901; gest. 12.11.1958;
Werksfürsorgerin;
1946 - 1952 Stadtverordnete

19. Rühl, Otto sen.
geb. 04.04.1885; gest. 09.04.1961;
Lederfabrikant;
1946 - 1952 Stadtverordneter

20. Schikorra, Hubert
geb. 27.06.1902; gest. 22.03.1958;
Vorschlosser;
1946 - 1948 Stadtverordneter

21. Schotten, Wilhelm
geb. 11.08.1886; gest. 17.04.1952;
Geschäftsführer;
1929 - 1933 Stadtverordneter (Zentrum)
1946 - 1948 Stadtverordneter

22. Stump, Albert
geb. 22.12.1892; gest. 22.08.1971;
Werkmeister

1946 - 1952 Stadtverordneter


III. Ergebnis der Kommunalwahl am 13.10.1946 in Mülheim an der Ruhr:

Wahlbet.: 78,73 % (71.504 Wähler/-innen)
CDU: 39,1 % (22 Mandate)
SPD: 37,2 % (14)
FDP: 12,8 % (2)
KPD: 10,1 % (1)
Unabh.: 0,8 % (-)
11.20 Nr-5a
Konstituierende Ratssitzung am 04. November 1946 in der Aula des Staatlichen Gymnasiums an der Von-Bock-Straße unter der Leitung von OB Wilhelm Diederichs (2. v. re./stehend)

(Quelle: Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr)

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